Profil und Konzentration auf der Herbstsynode

Was kommt nach dem Reformationsjubiläumsjahr? Nein, das Dekanat Bamberg fällt keineswegs in ein Loch, nachdem die Veranstaltungen rund um das Jubiläumsjahr sich doch langsam dem Ende entgegen neigen. Spürbar wurde das auch auf der Dekanatssynode, die Anfang November im Stephanshof stattgefunden hat.

"Wir haben uns in diesem Jahr als lutherische Kirche profiliert", so Dekan Hans-Martin Lechner in der Andacht, "aber wir haben uns auch angesichts der Fülle des Jubiläumsjahres auf das Wesentliche konzentriert." Mit diesem Ansatz gelang dem Dekan der Sprung zum Thema der Herbstsynode: PuK - "Profil und Konzentration", ein Prozess, den die Landessynode und der Landeskirchenrat im Frühjahr angestoßen haben.

Impulsgeber an diesem Tag war Kirchenrat Thomas Prieto Peral, der als Referent im Planungsreferat des Landesbischofs diesen Prozess begleitet. Seine Definition von PuK: "die Suche nach kirchlichen Räumen, durch die Menschen berührt werden können". Er erhofft sich einen neuen Blick auf die Arbeit der Kirche und der Gemeinden und die "Kirche im Zeichen des Wandels positiv weiterzuentwickeln". Prieto Peral plädierte dafür, die "Mangelperspektive" zu verlassen und "unsere Gaben und Aufgaben wieder zu entdecken".

Weitere Informationen zum PuK-Prozess der Evang.-Luth. Kirche in Bayern finden Interessierte u.a. hier: https://www.bayern-evangelisch.de/wir-ueber-uns/beschluss-profil-und-konzentration.php

 

Kirche aktiv mitgestalten

Die Bamberger Synodalen hinterfragten zunächst kritisch den neuen Prozess: Werden die Ergebnisse wirklich umgesetzt? Wer entscheidet letztendlich darüber, welche Entwicklungen positiv zu werten sind? Wie kommen die Ergebnisse an die Basis vor Ort? Für den Referenten gibt PuK den "Anstoß, venetzter zu denken und das Ehrenamt wieder stärker in den Blick zu nehmen". Der stellvertretende Dekan Pfarrer Hans-Friedrich Schäfer plädierte dafür, "die Chance wahrzunehmen, noch mitgestalten zu können, noch selbst aktiv werden zu können, solange es möglich ist", denn: "Die Kirche wird sich in nächster Zeit verändern wie noch nie."

In den anschließenden Workshops beschäftigten sich die Synodalen, unterstützt von Moderatorinnen der Gemeindeakademie, mit den PuK-Themen und deren Relevanz für die Kirchengemeinden. Ergebnis: Es lassen sich viele Anknüpfungspunkte finden, vom Thema Sozialraum-Analyse über die Bestandsaufnahme des Ist-Zustandes in den Gemeinden bis hin zur Formulierung von Prüfsteinen und der Frage nach Kooperationen, an denen weitergearbeitet werden kann und wird.

Wie immer Stand auch der Bericht des Dekans auf derTagungsordnung der Herbstsynode (hier nachzulesen als PDF) und die Synodalen warfen noch einmal einen gemeinsamen Blick auf all die Veranstaltungen, die im Reformationsjubiläumsjahr im Dekanat stattgefunden haben.

Fazit des sehr intensiven Synodentages: Nach der Reformation ist vor der Reformation. Gestalten wir Kirche aktiv mit!