In den 20 Gemeinden des Evangelisch-Lutherischen Dekanats Bamberg wurden am vergangenen Sonntag, 20. Oktober 2024 neue Kirchenvorsteherinnen und Kirchenvorsteher gewählt, die für die nächsten sechs Jahre gemeinsam mit den Hauptberuflichen die Leitung ihrer Gemeinden übernehmen werden. Sie tragen die Verantwortung für die strategische Ausrichtung der Gemeinden, Personalentscheidungen und die Gestaltung des Gemeindelebens. Ihr Engagement ist ein wichtiger Beitrag zur Stärkung der kirchlichen Gemeinschaft und des Ehrenamts.
Dekanin Sabine Hirschmann dankt allen Kandidierenden und Wählerinnen und Wählern für ihre Beteiligung: „Das Engagement der vielen Menschen, die sich zur Wahl gestellt haben, der zahlreichen Haupt- und Ehrenamtlichen, die einen reibungslosen Ablauf der Wahl ermöglicht haben, und die Wahlbeteiligung insbesondere bei den jungen Leuten beeindruckt mich. All das ist für mich ein Zeichen der lebendigen Kraft der Gemeinden im Dekanat Bamberg! Gemeinsam packen wir notwendige Veränderungen an, gestalten Kirche im Geist von Gemeinschaft und christlicher Verantwortung und setzen uns für ein starkes Miteinander in Kirche und Gesellschaft ein!“
Die Wahlbeteiligung bei der Kirchenvorstandswahl am vergangenen Sonntag liegt im Dekanat Bamberg bei über 21%. Die höchste Wahlbeteiligung gab es wieder in der jüngsten und ältesten Altersgruppe: Bei den 14- bis 16-jährigen hatten 31,5%, bei den über 60-jährigen 27,7% der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben. Die Wahlbeteiligung bewegt sich in den Dekanatsbezirken der gesamten bayerischen Landeskirche in der Bandbreite zwischen 17 und 67 %.
Insgesamt bleiben die Zahlen der Wahlbeteiligung in der evangelischen Landeskirche also erfreulich stabil. Eine Wahl-Challenge, die durch sieben Gemeinden in und um Bamberg herum ins Leben gerufen wurde, konnte deshalb aber leider nicht gewonnen werden. Die Kirchengemeinden hatten gewettet, dass sie die Wahlbeteiligung auf 24% steigern können und bei einem Eingang von 4000 gültigen Wahlzetteln vier Hausaufgabenpatenschaften im Familientreff Löwenzahn finanzieren würden. Durch die etwas über 3000 Wahlzettel, die bei den Gemeinden stattdessen zusammenkamen, reicht es aber immerhin für drei Hausaufgabenbetreuungsplätze, über die sich die Kinder im Löwenzahn freuen können.
Weitere Informationen zu den Wahlergebnissen und den neu gewählten Kirchenvorständen finden Sie auf den Websites der jeweiligen Kirchengemeinden. Die neuen Kirchenvorstände werden zu Beginn der Adventszeit in ihren Gemeinden in ihr Amt eingeführt und ihre Arbeit aufnehmen.
Podiumsdiskussion evangelischer Gemeinden in Bamberg beleuchtet sexualisierte Gewalt und Machtmissbrauch in kirchlichen Strukturen
BildrechteEvangelisch in Bamberg
Am 16. Oktober 2024 luden die Bamberger evangelischen Gemeinden St. Matthäus, St. Stephan und Erlöserkirche in die KUFA Bamberg ein, um ein drängendes Thema zu diskutieren: Was tun gegen sexualisierte Gewalt in kirchlichen Strukturen? Aktuellen Anlass für die Veranstaltung hatte die Veröffentlichung der unabhängigen ForuM-Studie zu Beginn des Jahres gegeben. Diese Studie hatte aufgedeckt, in welchem Umfang und aufgrund welcher spezifischen Strukturen es im Kontext der evangelischen Kirche seit den 1940er Jahren zu sexualisierter Gewalt gekommen ist. Doch dieser Abend war mehr als nur eine Bestandsaufnahme vergangener Missstände. Es ging um das Brechen eines tief verankerten Schweigens, das in vielen Bereichen der Gesellschaft und insbesondere auch in der Kirche existiert.
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Dr. Florian Mayer und Sabine Wallner auf dem Podium
Schweigen und Idealisierung von Männlichkeit schützt Täter
Etwa 50 Interessierte, darunter Gemeindemitglieder und Fachpersonal weltlicher Institutionen, nahmen an der Veranstaltung teil, die von Dr. Florian Mayer moderiert wurde. Aus Frankreich digital zugeschaltet war Sabine Wallner vom Institut für Praxisforschung und Projektbegleitung in München, das für die ForuM-Studie die Perspektive Betroffener von sexualisierter Gewalt erforscht hat: „In vielen Gemeinden gibt es eine Kulturtechnik des 'Vergessen-Machens'. Man schweigt so lange über sexualisierte Gewalt, bis sie allmählich in Vergessenheit gerät. Dieses Schweigen muss gebrochen werden. Hat eine Person einen Verdacht, so muss sie sprechen, muss sie gehört werden und damit rechnen können, dass ihr geglaubt wird.“ Man müsse sich in den Gemeinden auf eine gemeinsame Wahrheit zugunsten der Betroffenen einigen: „Die Scham muss die Seite wechseln“, zitierte Wallner die Anklägerin im Vergewaltigungsprozess von Avignon, Gisèle Pélicot. Die Studie habe gezeigt, wie informelle Strukturen und Netzwerke in den Gemeinden das Schweigen begünstigen. Besonders alarmierend sei, dass die Gewalt selbst oft als weniger problematisch wahrgenommen wird als die Tatsache, dass sie gemeldet oder aufgedeckt wird. Dieses Schweigen führt dazu, dass Betroffene nicht ernst genommen und Täter geschützt werden. Begünstigend hierfür wirke auch eine spezifisch evangelische Idealisierung von Männlichkeit. Sabine Wallner sprach von der Tendenz in evangelischen Kreisen, bestimmte männliche Personen zu charismatischen Persönlichkeiten hochzustilisieren und sie mit unverhältnismäßig viel Macht auszustatten, welche dann verschleiert werde. Diese Machtkonzentration schafft eine gefährliche Umgebung, in der sexualisierte Gewalt geplant und durchgeführt werden kann, während das Schweigen der Gemeinde die Täter schützt: „Der macht sowas nicht!“
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v.l.n.r. Dr. F. Mayer, E. Habermeier, S. Hirschmann,
Sophia, W. Neunhoeffer, Dr. R. Fritz,
digital zugeschaltet: S. Wallner.
Familiale Strukturen als Deckmantel für Täter
Im anschließenden Podiumsgespräch wies Prof. Dr. Regina Fritz, die aus der Evangelischen Hochschule Nürnberg angereist war, auf die Strukturen der Gemeinden hin, die ein solches Schweigen begünstigen. „Wir haben sehr unterschiedliche Machtstrukturen in der evangelischen Kirche, die sehr verschieden zu charakterisieren sind. Unsere Gemeinden sind beispielsweise eher wie Familien organisiert“, erklärte sie. Im weiteren Verlauf der Diskussion wurde deutlich, wie gerade in solchen familiären Strukturen Nähe entsteht, die planvoll vorgehende Täter ausnutzen können. Auf das Dilemma, dass Kirche eigentlich einen Raum für Geborgenheit schaffen müsse, dies aber zugleich Tätern Unterschlupf bieten könne, ging Pfarrer Walter Neunhoeffer ein. „Das offene Pfarrhaus, wo jeder willkommen ist, habe ich als einen Ort erlebt, an dem Menschen Geborgenheit und Ermutigung erfahren. Es hat mich erschüttert, dass es auch als Ort des Missbrauchs identifiziert wurde. Aufgabe muss sein, dass die genannten Werte gelebt werden können, ohne dass Täter einen ‚Schutzraum‘ haben.“ Besondere Aufmerksamkeit gilt aus seiner Sicht daher jenen Orten, an denen Verborgenes geschehen kann: „Begegnungen müssen stattdessen dort stattfinden, wo viele Menschen sind, die hinsehen.“ Auch ging er darauf ein, dass es normalisiert
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Pfarrer Walter Neunhoeffer auf dem Podium
werden müsse, um Einverständnis zu bitten, wenn es bei Segenshandlungen oder in Jugendspielen zu körperlichen Berührungen kommt. Wenn dies eine Selbstverständlichkeit werde, würden diejenigen auffallen, die Grenzen verletzen. Sabine Wallner erweiterte diesen Aspekt auf den gesamtgesellschaftlichen Kontext hin: „Grenzüberschreitungen begegnen wir überall, und wir werden nicht selten schon von klein auf dagegen desensibilisiert: Wenn ein Kind, das dem Bussi der Oma ausweicht, gesagt bekommt, es solle sich nicht so anstellen, das sei doch lieb gemeint, werden schon früh Grenzen und Bedürfnisse des Kindes missachtet; und dass es sie zum Ausdruck bringt, wird hier nicht ernst genommen, sondern ignoriert. Diese früh eingeprägten Denk- und Verhaltensmuster sollten reflektiert und neu gedacht werden.“
Nein sagen muss leicht sein
Auf diesen Aspekt ging auch die jugendliche Mitarbeiterin Sophia ein, die ehrenamtlich in der evangelischen Jugendarbeit tätig ist: „Wir werden in Seminaren geschult, darauf zu achten, dass keine Spiele mehr gespielt werden, in denen man sich zu nahekommt. Alle Menschen haben Grenzen, die müssen respektiert werden.“ Wenn außerdem verschiedene Alternativen der Beschäftigung angeboten werden, müsse sich niemand aktiv gegen eine Gruppe stellen, wenn er sich mit einer Aktivität nicht wohl fühle: „Nein sagen muss leicht sein!“ Die Schulungen zur Prävention sexualisierter Gewalt seien bei Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen jeden Alters und in allen kirchlichen Arbeitsfeldern mittlerweile verpflichtend.
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Dekanin Sabine Hirschmann auf dem Podium
Kein Ermessensspielraum mehr beim Opferschutz
Dies lobte auch Dekanin Sabine Hirschmann: „Endlich hat das, was in der Landeskirche seit mindestens einem Jahrzehnt begonnen wurde, so richtig Fahrt aufgenommen!“ betonte Hirschmann, die damals als Studienleiterin in der Ausbildung von Pfarrpersonen Präventionsschulungen eingeführt hatte. Mittlerweile seien diese, so Prof. Dr. Fritz, die an der Ausbildung verschiedener kirchlicher Berufsgruppen beteiligt ist, in enger Kooperation mit Fachpersonal stark ausgebaut worden und etabliert. Sabine Hirschmann ergänzte: „Es gibt ein ‚vor der Studie‘ und ein ‚nach der Studie‘. Nun gibt es klare Handlungsanweisungen für Leitungspersonen, wie sie bei Verdachtsfällen vorgehen müssen. Wir haben keine Ermessensspielräume mehr. Es ist gut, dass dies nun nicht mehr Gegenstand von Diskussion ist. Durch die Studie ist es auch denen klar, die nie geglaubt haben, dass sexualisierte Gewalt mindestens jedes fünfte Kind betrifft: Wir können uns nicht aus der Verantwortung stehlen, Missbrauch gibt es nicht nur bei den anderen, den gibt es auch in der evangelischen Kirche“, so Hirschmann.
Gemeinsam gegen sexualisierte Gewalt
Kritische Fragen aus dem Publikum und auf dem Podium gab es vor allem zum Umgang mit Betroffenen. So wurde beispielsweise gefragt, welchen Raum die Begleitung Betroffener einnimmt, wenn man sich bei einem Verdachtsfall vornehmlich auf die Konsequenzen für den Täter konzentriere. Elke Habermeier, die als Ansprechperson für Betroffene auf dem Podium saß, berichtete daraufhin von den Aufgaben, die mit diesem Amt verbunden sind: Verdachtsfälle aufnehmen und die Betroffenen unterstützen, unter anderem auch durch Vermittlung von juristischen oder psychologischen Beratungsangeboten. „Es ist wichtig, auf die individuellen Bedürfnisse von Betroffenen zu achten. Das eine ist die Begleitung der Betroffenen in ihrer Krisensituation, das andere der Opferschutz durch klare dienstrechtliche und juristische Konsequenzen für den Täter. Es braucht unbedingt beides“, so Habermeier. Die Notwendigkeit einer intensiven Begleitung Betroffener stellten auch Maria Schuster vom Weißen Ring, Svenja Debelius vom Notruf bei sexualisierter Gewalt (SkF Bamberg e.V.) und Psychotherapeutin Melanie Becker heraus, die als Expertinnen im Publikum geladen waren und auch im Anschluss an die Veranstaltung für Gespräche zur Verfügung standen. Es wurde deutlich, dass gerade die Vernetzung zwischen kirchlichen und weltlichen Institutionen an vielen Stellen essenziell für eine wirkungsvolle Prävention, Intervention und Aufarbeitung bei Fällen sexualisierter Gewalt in der Kirche ist – zumal Betroffene dieser Gewalt häufig explizit nicht von kirchlichen Vertretern begleitet werden wollen, wie die ForuM-Studie gezeigt hat.
Die Forschung ernst nehmen
In ihren abschließenden Worten appellierte Sabine Wallner eindringlich: „Es reicht nicht, nur auf vergangene und aktuelle Vorfälle zu reagieren. Wir müssen die tief verankerten Strukturen und Narrative hinterfragen, die Grenzüberschreitungen überhaupt ermöglichen. Reflektieren Sie Machtkonzepte kritisch! Hinterfragen Sie evangelische Ideale! Nehmen Sie die Forschung ernst!“
Viele Teilnehmende blieben auch nach Ende der Veranstaltung, um miteinander zu diskutieren und Eindrücke an einer Pinnwand zu dokumentieren. Die Gemeinden sehen dies als Auftrag für die weitere Arbeit: „Dranbleiben“ – nicht nur bei der Aufarbeitung, sondern vor allem beim aktiven Hinsehen und Aufbrechen vorherrschender Strukturen.
Orgateam und einige Podiumsteilnehmende: v.l.n.r. Prof. Dr. Regina Fritz, Astrid Popp, Holger Matthes, Carolin Stange, Natalie Schreiber, Susanne Nitzsche-Kröner, Kathrin Lange, Walter Neunhoeffer, Elke Habermeier, Sabine Hirschmann, Dr. Florian Mayer
Am vergangenen Samstag trafen sich in Steppach und Pommersfelden die nebenamtlichen Organisten des Dekanates Bamberg zu einem Fortbildungstag. Auf Einladung der Dekanatskantoren Markéta Schley-Reindlovà und Michael Goos standen an diesem Tag zahlreiche Informationen zum kirchenmusikalischen Alltag der Organisten auf dem Programm.
Pfarrer Andreas Steinbauer begrüßte die Teilnehmer mit einer kurzen Andacht und nahm Rückblick auf das Erntedankfest, das in den beiden Kirchen des Fortbildungstages noch sehr anschaulich zu sehen war. Zwei Organistinnen und sechs Organisten waren der Einladung gefolgt und erhielten nun am Vormittag zahlreiche Informationen aus dem Dekanat, einen Zwischenstand zum Großprojekt „Neues Gesangbuch“, versuchten sich an neuen Psalmen für den Gottesdienst und kamen über verschiedenen Fragen in eifrigen Austausch miteinander.
Im zweiten Teil stand die Praxis im Vordergrund. Dekanatskantor Michael Goos warf mit den Teilnehmenden einen Blick ins Innere der Steppacher Orgel, erläuterte Möglichkeiten zur Störungsbehebung und erläuterte die Funktion und Stimmung einer Zungenpfeife. Dann schwangen sich Goos und seine Kollegin Markéta Schley-Reindlová auf die Orgelbank und ließen zahlreiche Hörbeispiele aus unzähligen neuen Noten erklingen und weckten die Neugier der Organisten auf neues Repertoire.
Nach einem wunderbaren Mittagessen folgte die Fortsetzung an der Pommersfelder Orgel, an der die schier unübersehbare Fülle an neuem Notenmaterial ganz praktisch erlebt werden konnte. Eifrig notierte sich mancher dabei die Titel der Sammlungen, Hefte und Bücher. Bei der abschließenden Fragerunde konnten noch einige Fragen und Probleme besprochen werden, bevor die Teilnehmer mit vielen neuen Ideen ins Wochenende starten konnten.
Wir freuen uns auf eine Fortsetzung der Runde im nächsten Jahr, dann wird es im Herbst eine kleine Orgelfahrt geben.
v.l. C. Groß, U. v. Plettenberg, C. Jünger,
Dekanin Hirschmann, KR Thiedmann
Christine Jünger ist neue Leiterin des Schulreferats im Dekanat Bamberg
Am Montag, den 16. September 2024 wurde Christine Jünger in einem feierlichen Gottesdienst in der Erlöserkirche Bamberg in das Amt der Schulreferatsleiterin im Dekanat Bamberg eingeführt und für ihren Dienst gesegnet. Die Religionspädagogin bringt jahrelange Erfahrung als Lehrerin sowie in der Begleitung und im Mentorat angehender Lehrkräfte mit. Ihre letzte Tätigkeit als Studienleiterin der Kirchlichen Studienbegleitung zukünftiger Religionslehrkräfte habe Jüngers Blick für die Entwicklung von Fortbildungsangeboten und für Personalverantwortung geschärft, so Kirchenrat Michael Thiedmann, Direktor des Schulreferats im Kirchenkreis Bayreuth, in seiner Rede.
Religionsunterricht ist das schönste Fach und der schönste Beruf der Welt.
Von der ungebrochenen Relevanz des laut Jünger „schönsten Fachs der Welt“ zeigte sich die neue Schulreferentin in ihrer Ansprache überzeugt. Aus kleinen Momenten mit Schülerinnen und Schülern im Religionsunterricht könne – wie aus einem winzigen Senfkorn – Großes für deren Leben wachsen. Dennoch, so Jünger, sei es für Religionslehrkräfte entlastend, darauf zu vertrauen, dass das erfolgreiche Wachsen ein Stück weit auch in Gottes Hand liege.
Das Schulreferat im Dekanat Bamberg, das Christine Jünger nun leitet, ist evangelisches Gegenüber der staatlichen Schulämter und verantwortlich für die kirchlichen Lehrkräfte im Dekanat, zu denen Religionspädagoginnen und Religionspädagogen, Katechetinnen und Katecheten sowie Pfarrpersonen im Schuldienst zählen. Dass sich diese auf die Zusammenarbeit mit ihrer neuen Schulreferentin freuen, wurde im Anschluss an den Gottesdienst bei verschiedenen Grußworten deutlich.
Am Sonntag, den 15.09.24 wurde Pfarrerin Kerstin Kowalski auf ihrer neuen Stelle als 2. Pfarrerin der Pfarrei Walsdorf-Trabelsdorf eingeführt. Bei Sonnenschein und bester Stimmung fand der Einführungsgottesdienst in der Michaelskirche in Trabeldorf statt. Dekanin Hirschmann ist sich sicher, dass Pfarrerin Kowalski mit allem was sie an Struktur, Klarheit, Zugewandheit und Lust zum Anpacken mitbringt, genau die richtige Person für diese Stelle ist. In ihrer Predigt ermunterte Kerstin Kowalski die Gottesdienstbesucher dazu, immer wieder nach dem DU, nach Gott in unserem Alltag zu suchen. Die vielen zugewanden Grußworte, lassen erahnen wie sehr sich alle auf die neue Pfarrerin freuen, die ja bereits diese Stelle ein Jahr lang vertreten hat. Ein überaus glücklicher Kirchenvorstand begrüßte seine neue Pfarrerin mit einem großen Präsentkorb. Bürgermeister Bergrab betonte, dass in dieser Zeit weder die Kommune, noch die Kirche den herausfordernden Aufgaben alleine gewachsen sein, sondern dass die Herausforderungen nur gemeinsam zu meistern sind, wozu er gerne seinen Teil beitragen will.
Musikalisch wurde der Gottesdienst vom Posaunenchor unter der Leitung von Klaus Hirschlein begleitet.
Am 1. September starteten 5 neue Mitarbeiter*innen ihren Dienst im Dekanatsbezirk Bamberg. Dekanin Sabine Hirschmann begrüße Sie herzlich im Dekanatsbüro.
von links:
Pfarrerin Kerstin Kowalski übernimmt die 2. Pfarrstelle der Pfarrei Walsdorf-Trabelsdorf und die regionale Stelle "Steigerwald".
Im Schuldienst startete Religionspädagogin Isabella Stärk ihren Vorbereitungsdienst.
Religionspädagoge Hubertus Schaller ist zukünftig für die Begleitung der Asyl- und Flüchtlingsarbeit der richtige Ansrechpartner.
Die Leitung des Schulreferats hat Religionspädagogin Christine Jünger übernommen.
Bildrechtebeim Autor
Pfarrerin Alina Rölver hat die Stelle "Entwicklung der Stadtregion" angetreten.
Bamberg verabschiedet sich von Vikarin Sophia Braun
Um das Suchen und Finden verschiedener Schätze ging es am vergangenen Sonntag, den 28. Juli, in der Bamberger Stephanskirche, als Vikarin Sophia Braun nach zweieinhalb Jahren intensiver Ausbildung in einem Gottesdienst verabschiedet wurde. In einer Dialogpredigt mit ihrem Mentor, Pfarrer Walter Neunhoeffer, sprach Braun dort unter anderem über den unerwarteten Schatz, den sie im Pfarrberuf gefunden hat.
Denn ursprünglich hatte sie nicht vor, Pfarrerin zu werden. Ihre Laufbahn begann im kaufmännischen Bereich, nachdem sie ein BWL-Studium abgeschlossen hatte. Intensiv engagierte Braun sich seit ihrer Konfirmation in der evangelischen Jugendarbeit, ohne dabei zu ahnen, dass sie selbst einmal in den Pfarrdienst eintreten würde. Eine berufliche Neuorientierung führte sie schließlich ins Theologiestudium und nach Bamberg an die Stephanskirche. Dort fand die gebürtige Württembergerin ihre Leidenschaft für das Feiern von Gottesdiensten oder intensive Gespräche mit Menschen, die ihr in ihrem Beruf begegneten. Dass sie in Bamberg fehlen wird, wurde in Redebeiträgen unterschiedlicher Weggefährtinnen ihrer Ausbildungszeit deutlich, die Sophia Braun für ihre seelsorgerliche Präsenz, Kreativität und Innovationsfreude in der Gemeinde St. Stephan lobten. Die evangelische Kirche kann sich auf eine frisch ausgebildete Pfarrerin freuen, die sich nun ein halbes Jahr Zeit für Familie und Freunde nimmt, bevor sie an einem anderen Ort ihrer Berufung nachgehen wird.
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RelPädin Anna-Lena Enser, Pfin Kerstin Kowalski,
RelPädin Carolin Groß (Leiterin des AK Religions-
pädagogik) und Dekanin Sabine Hirschmann (v.l.)
Verabschiedung von Pfarrerin Kerstin Kowalski als Leiterin des Schulreferats im Dekanat Bamberg
Am 22. Juli wurde Pfarrerin und stellvertretende Dekanin Kerstin Kowalski im Rahmen eines Gottesdienstes in der Auferstehungskirche Bamberg aus ihrem Amt als Schulreferentin verabschiedet. Nach drei Jahren als Leiterin des Schulreferats im Dekanat Bamberg wurde sie von Dekanin Hirschmann von ihrem Amt entpflichtet und für ihren weiteren Dienst gesegnet. Im September wird Pfarrerin Kowalski eine Pfarrstelle in der Pfarrei Walsdorf-Trabelsdorf und im Raum Steigerwald antreten.
BildrechteNatalie Schreiber
Kerstin Kowalski wird der Segen zugesprochen
In ihrer Abschiedsrede würdigte Dekanin Sabine Hirschmann die Verdienste und das Engagement von Kerstin Kowalski. Sie hob insbesondere deren Treue und Beharrlichkeit hervor, die sie in ihrer Funktion als evangelisches Gegenüber der staatlichen Schulämter und Schnittstelle zum Landeskirchenamt gezeigt habe. Kowalski habe sich, wenn nötig, wie eine Löwin für "ihre" 25 kirchlichen Lehrkräfte eingesetzt, zu denen Katechetinnen und Katecheten, Religionspädagoginnen und Religionspädagogen sowie Pfarrerinnen und Pfarrer im Schuldienst zählen. Zudem war Kowalski als Religionslehrkraft am Clavius-Gymnasium tätig.
Dekanin Hirschmann lobte Kowalski als hoch engagiert, kompetent, humorvoll und strukturiert. „Du warst du“, betonte sie und zitierte den Bibelvers „Zur Freiheit hat uns Christus befreit“, um Kowalskis Fähigkeit zu unterstreichen, immer die Weite des Möglichen zu erkunden und mitunter ungewöhnliche Wege zu gehen, um das Beste für Menschen und Religionsunterricht zu suchen. Sie wünschte ihr für ihre neue Aufgabe im und am Rande des Steigerwalds, dass dieser neue Raum ihr Heimat werde. Zum Abschluss segnete sie Kowalski mit den dazu passenden Worten des Psalms 31: „Gott stellt deine Füße auf weiten Raum“.
Pfarrerin Kowalski wird am 15. September um 14 Uhr im Rahmen eines Gottesdienstes in der Michaelskirche in Trabelsdorf in ihr neues Amt eingeführt.
Ihre Nachfolgerin im Schulreferat wird Christine Jünger, die bisher zuständig für die Kirchliche Studienbegleitung der Religionslehrkräfte in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern war. Jünger wird am 16. September um 16 Uhr in der Erlöserkirche für ihren Dienst als Leiterin des Schulreferats gesegnet.
Dank erneuter Spende der Firma Greiff sind die Ehrenamtlichen des Quartiersprojekts wieder gut beschürzt
Das PAUL-Team konnte sich rund einen Monat nach Auftakt seiner zweiten Saison erneut über eine Runde bestickter Gastroschürzen freuen, als Christian Wächter im Namen der alteingesessenen Bamberger Firma Greiff das kleine Cafélino am Brunnen in der Gereuth besuchte. „Wir sind damals durch einen ehemaligen Mitarbeiter auf das Projekt aufmerksam geworden und es passt einfach gut zu uns,“ so Wächter, während ihm aus dem PAUL-Team eine Tasse frischgezapfter Cappuccino gereicht wird. „Berufsbekleidung stärkt einfach das Gefühl der Zusammengehörigkeit. Man zeigt damit: Ich bin stolz, dass ich zu diesem Team gehöre!“ Stolz auf sein Team ist auch Pfarrer Walter Neunhoeffer, der als Stadtblick-Pfarrer das PAUL-Projekt leitet: „Wenn ich eine Schürze anziehe, dann sage ich damit: Ich packe an, ich mache mir auch mal die Hände schmutzig, weil ich hinter einer Sache stehe.“ Auch werde dadurch sichtbar, wer am Cafélino PAUL ansprechbar ist. Denn das PAUL-Team ist schließlich nicht nur für hervorragenden Kaffee bekannt, sondern auch für offene Gespräche und Beratungsvermittlung für seine Gäste in den Bamberger Stadtquartieren.
PAUL macht noch den ganzen Sommer über wöchentlich an folgenden Orten Station: montags 14-16 Uhr im Malerviertel (Katzheimerstraße), dienstags 10-12 Uhr am Kreislaufkaufhaus (Pödeldorfer Straße), mittwochs 10-12 Uhr am Gartenstädter Markt, donnerstags 10-12 Uhr hinter der Philippuskirche am Brunnen neben dem Klinikum, freitags 10-12 Uhr und 14-16 Uhr am Brunnen in der Gereuth (Gereuthstraße).
Beim Fest der Demokratie der Stadt Bamberg, hat sich ein beites Bündnis zum Schulterschluss für Demokratie zusammengefunden. Dazu gehören Vertreter*innen der Kirchen, Verbände und Parteien. Hier einige Statements:
„Ich stehe für Demokratie, weil in der Demokratie jeder seinen eigenen Lebensentwurf verwirklichen kann und nach seiner Façon leben kann.“
– Heinz Kuntke Vorsitzender der SPD Fraktion Bamberg Stadt
„Ich stehe für Toleranz und Vielfalt, weil dies Ausdruck unseres christlichen Menschenbildes ist. Das Gebot der Nächstenliebe gilt gegenüber allen Menschen. Dies ist nicht verhandelbar!“
– Diakonin Andrea Hofmann, Referentin der Dekanin und Projektreferentin im Dekanat Bamberg
„Ich bin für Demokratie, weil alles andere Mist ist.“
– Alfred Dittrich, Naturfreunde
„Ich bin für Demokratie, weil in der Demokratie der Schwächste die gleichen Rechte hat wie der Stärkste."
– Andrea Dittrich, Bamberger Bündnis gegen Rechtsextremismus und Rassismus
„Ich stehe für Vielfalt und Respekt, weil die schlimmsten Untaten der Weltgeschichte meist damit begannen, dass unterschiedlichen Menschen ein unterschiedlicher Wert und ein unterschiedliches Recht auf Glück zuerkannt wurden.“
– Anja Simon, Buntes Bamberg
„Ich stehe für Demokratie, weil ich aus eigener Erfahrung weiß, was sie wert ist, und was das Fehlen der Demokratie bedeuten kann. Denn nur in einer Demokratie sind Achtung der Menschenrechte und gutes Leben in Vielfalt und Freiheit möglich.“ – Mitra Sharifi, Migrant*innenbeirat der Stadt Bamberg
„Ich stehe heute hier für Demokratie, weil JETZT der Zeitpunkt ist, unserer Verantwortung gerecht zu werden und demokratische Werte zu verteidigen!“
– Teresa Kressel, Grüne Jugend Bamberg
„Ich stehe für Vielfalt und Toleranz, da wir Gewerkschaften seit unserer Gründung im DGB aus tiefster Überzeugung solidarisch zusammenstehen!“
– Bastian Sauer, DGB Oberfranken
„Ich bin für Demokratie, da ich in einer offenen und freien Gesellschaft leben will.“
– Ralph Korschinsky, KAB Diözesanverband Bamberg e.V.
„Ich stehe für Demokratie, weil nur in demokratischem Miteinander Freiheit und Vielfalt möglich sind.“